Nach Operationen & Verletzungen
Nach Operationen & Verletzungen

Nach Operationen & Verletzungen — Schneller zurück ins Leben

Eine Operation ist geschafft — aber die eigentliche Arbeit beginnt danach. Ob neues Knie, neue Hüfte, Bandscheiben-OP oder schwere Verletzung: Die ersten Wochen nach dem Eingriff entscheiden darüber, wie gut das Ergebnis langfristig wird. Die richtigen Hilfsmittel zur richtigen Zeit sind dabei kein Luxus — sie sind der Unterschied zwischen guter und schlechter Heilung.

Die häufigsten Eingriffe und Verletzungen

Knie-Operation — vom Kunstgelenk bis zur Kreuzband-OP

Über 190.000 Knieprothesen pro Jahr in Deutschland — plus unzählige Arthroskopien und Kreuzband-OPs. Das Kniegelenk ist das am häufigsten operierte Gelenk. Nach der OP beginnt der wichtigste Teil: die Mobilisierung. Zu früh belasten ist ebenso schlecht wie zu lange schonen.

  • Häufigste Eingriffe: Knie-TEP (Totalendoprothese), Teilprothese, Kreuzband-Plastik, Arthroskopie, Meniskus-OP
  • Typische Dauer bis Alltagstauglichkeit: 6–12 Wochen (Knie-TEP), 4–8 Wochen (Arthroskopie)
  • Wie wir helfen:

Alles über Knie-Operation: Versorgung, Reha & Hilfsmittel →

Hüft-Operation — neues Gelenk, neues Lebensgefühl

Rund 240.000 Hüft-OPs pro Jahr machen sie zum häufigsten Gelenkersatz in Deutschland. Die gute Nachricht: Moderne Hüftprothesen halten 20–25 Jahre, und die meisten Patienten sind nach wenigen Wochen schmerzfrei. Die herausfordernden Wochen dazwischen brauchen aber die richtige Ausstattung.

  • Häufigste Eingriffe: Hüft-TEP, Hüftkopfprothese (nach Oberschenkelhalsbruch), Hüft-Revision
  • Besonderheit: Nach Hüft-OP gelten strenge Bewegungsregeln — kein tiefes Beugen, kein Überkreuzen der Beine
  • Wie wir helfen:

Alles über Hüft-Operation: Vorbereitung, Nachsorge & Alltagshilfen →

Bandscheiben-Operation — wenn der Rücken operiert werden muss

Ca. 150.000 Bandscheiben-OPs pro Jahr in Deutschland. Ob Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose oder Versteifung (Spondylodese) — nach der OP braucht der Rücken gezielte Unterstützung. Zu viel Schonung schadet ebenso wie falsche Belastung.

  • Häufigste Eingriffe: Mikrodiskektomie, Nukleotomie, Spondylodese, Dekompression bei Stenose
  • Typische Regeln nach OP: Kein schweres Heben (>5 kg), kein Verdrehen der Wirbelsäule, kontrollierte Mobilisierung
  • Wie wir helfen:

Alles über Bandscheiben-Operation: Orthesen, Reha & Rückkehr in den Alltag →

Unfall & Trauma — wenn es plötzlich passiert

Über 8 Millionen Unfälle pro Jahr in Deutschland — davon 2,8 Millionen Arbeits- und Wegeunfälle. Anders als geplante OPs kommt ein Unfall ohne Vorbereitung. Knochenbruch, Bänderriss, Polytrauma — von einem Moment auf den anderen verändert sich alles. Die Hilfsmittelversorgung muss dann schnell, unkompliziert und lückenlos funktionieren.

Alles über Unfall & Trauma: Sofortversorgung, Reha & Hilfsmittel →

Der Weg zurück: Was nach der OP passiert

Phase Zeitraum Was passiert Hilfsmittel
1. Akutphase Tag 1–7 Wundheilung, erste Mobilisierung, Schmerztherapie Thrombosestrümpfe, Gehstützen, ggf. CPM-Schiene
2. Reha Woche 2–6 Stationäre oder ambulante Reha, Physiotherapie, Belastungsaufbau Orthesen, Bandagen, Gehstützen, Toilettensitzerhöhung
3. Aufbau Woche 6–12 Vollbelastung aufbauen, Muskulatur stärken, Alltagstraining Bandagen, Einlagen, Rollator → Gehstock → frei
4. Langzeit Ab Monat 3 Volle Belastung, Sport, Prävention, Nachkontrolle Einlagen, Sport-Bandagen, Kompressionsstrümpfe

Wichtig: Je früher die Hilfsmittelversorgung beginnt, desto besser das Ergebnis. Im Idealfall steht alles bereit, bevor Sie aus dem Krankenhaus kommen.

Thromboseprophylaxe: Das unterschätzte Thema

Nach jeder größeren OP an Knie, Hüfte oder Wirbelsäule steigt das Thromboserisiko deutlich. Blutgerinnsel in den Beinvenen können lebensbedrohlich werden (Lungenembolie).

  • Thrombosestrümpfe: Kassenleistung — sofort nach der OP, oft 4–6 Wochen lang
  • Medizinische Kompressionsstrümpfe: Im Anschluss, bei Schwellungsneigung oder Venenschwäche
  • Frühmobilisierung: Aufstehen und Gehen so früh wie möglich — der beste Schutz

Wir kommen zu Ihnen

Nach einer OP sind Sie oft nicht mobil genug, um ins Sanitätshaus zu kommen. Kein Problem:

  • Klinikversorgung: Wir kommen direkt ins Krankenhaus — Bandagen, Orthesen, Gehstützen, Thrombosestrümpfe vor Ort anpassen
  • Hausbesuche: Nach der Entlassung kommen wir zu Ihnen nach Hause
  • Reha-Versorgung: Auch in der Reha-Klinik sind wir Ihr Ansprechpartner

Kostenübernahme

  • Gehstützen, Rollator, Rollstuhl: Kassenleistung auf Rezept
  • Orthesen und Bandagen: Kassenleistung auf Rezept
  • CPM-Bewegungsschiene: Kassenleistung nach Knie-OP
  • Thrombosestrümpfe: Kassenleistung auf Rezept
  • Toilettensitzerhöhung, Duschhocker: Kassenleistung auf Rezept
  • Pflegebett: Kassenleistung bei medizinischer Notwendigkeit
  • Bei Arbeitsunfall: BG (Berufsgenossenschaft) übernimmt — meist umfangreichere Versorgung als Krankenkasse
  • Zuzahlung: Max. 10 € pro Versorgung

Lettermann: Ihr Partner nach der OP

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