Cerebralparese
Cerebralparese

Infantile Cerebralparese bei Kindern: Orthesen, Hilfsmittel & ganzheitliche Versorgung

Die Diagnose „infantile Cerebralparese" verändert das Leben einer Familie grundlegend. Plötzlich stehen Fragen im Raum, die man sich nie gestellt hat: Was bedeutet das für die Zukunft meines Kindes? Welche Hilfsmittel gibt es? Wie kann mein Kind möglichst selbstständig werden?

Wir im Sanitätshaus Lettermann begleiten Familien mit cerebralparetischen Kindern seit vielen Jahren. Wir wissen: Jedes Kind ist anders betroffen. Deshalb gibt es bei uns keine Lösungen von der Stange, sondern eine individuell abgestimmte Versorgung — von Orthesen über Sitzschalen bis hin zu innovativen Technologien wie dem Exopulse Mollii Suit.

Gemeinsam mit unserer Tochtergesellschaft LettsFit Physiotherapie und unserem Netzwerk Kinderorthopädie verfolgen wir einen interdisziplinären Ansatz: Orthopädietechnik, Physiotherapie und medizinische Begleitung greifen nahtlos ineinander.

Was ist infantile Cerebralparese?

Die infantile Cerebralparese (ICP) ist eine Gruppe von dauerhaften Bewegungs- und Haltungsstörungen, die durch eine frühkindliche Hirnschädigung verursacht werden. Diese Schädigung kann vor, während oder kurz nach der Geburt auftreten. Die Hirnschädigung selbst schreitet nicht fort — aber ihre Auswirkungen auf den Bewegungsapparat können sich im Laufe des Wachstums verändern.

Cerebralparese ist die häufigste motorische Behinderung im Kindesalter. In Deutschland sind etwa 2–3 von 1.000 Kindern betroffen. Die Ausprägung ist dabei extrem unterschiedlich: Manche Kinder sind nur leicht in ihrer Feinmotorik eingeschränkt, andere benötigen umfassende Unterstützung bei allen Aktivitäten des täglichen Lebens.

Mögliche Ursachen

  • Vor der Geburt (pränatal): Sauerstoffmangel, Infektionen, Durchblutungsstörungen der Plazenta, genetische Faktoren
  • Während der Geburt (perinatal): Komplikationen bei der Entbindung, Sauerstoffmangel, Frühgeburtlichkeit
  • Nach der Geburt (postnatal): Hirnblutungen, Infektionen (Meningitis), Schädel-Hirn-Trauma in den ersten Lebensmonaten

Wichtig für Eltern: Cerebralparese ist keine Krankheit, die „schlimmer wird". Die Hirnschädigung bleibt gleich. Aber mit der richtigen Versorgung und Therapie kann Ihr Kind seine motorischen Fähigkeiten oft deutlich verbessern — und ein selbstbestimmteres Leben führen.

Formen der Cerebralparese

Je nach betroffenem Hirnareal und Art der Bewegungsstörung unterscheidet man verschiedene Formen der ICP:

Spastische Cerebralparese (ca. 70–80 %)

Die häufigste Form. Die Muskelspannung (Tonus) ist erhöht, die Muskeln sind dauerhaft angespannt. Bewegungen werden steif und unkontrolliert. Je nach Verteilungsmuster spricht man von:

  • Spastische Diplegie/Diparese: Beide Beine sind stärker betroffen als die Arme — typisches „Scherengang"-Muster
  • Spastische Hemiplegie/Hemiparese: Eine Körperhälfte ist betroffen (Arm und Bein einer Seite)
  • Spastische Tetraplegie/Tetraparese: Alle vier Extremitäten sind betroffen, oft auch Rumpf und Kopfkontrolle

Dyskinetische Cerebralparese (ca. 10–15 %)

Gekennzeichnet durch unwillkürliche, unkontrollierte Bewegungen (Athetose, Dystonie oder Chorea). Der Muskeltonus wechselt ständig zwischen zu hoch und zu niedrig. Die Kontrolle von Händen, Armen und Beinen ist erschwert.

Ataktische Cerebralparese (ca. 5–10 %)

Beeinträchtigung der Koordination und des Gleichgewichts. Bewegungen sind unsicher, das Gangbild breitbeinig und wackelig. Feinmotorische Aufgaben (Schreiben, Greifen) sind erschwert.

Mischformen

Viele Kinder zeigen eine Kombination verschiedener Formen. Die Versorgung muss daher immer individuell an die spezifischen Bedürfnisse Ihres Kindes angepasst werden.

GMFCS — Das Klassifikationssystem

Die Gross Motor Function Classification System (GMFCS) teilt Kinder mit ICP in fünf Stufen ein — von Stufe I (geht selbstständig mit leichten Einschränkungen) bis Stufe V (sitzt nur im Rollstuhl mit maximaler Unterstützung). Diese Einstufung hilft uns, die richtige Versorgungsstrategie zu planen.

Orthesen für Kinder mit Cerebralparese

Orthesen sind ein zentraler Baustein in der Versorgung von Kindern mit ICP. Sie stabilisieren Gelenke, verbessern das Gangbild, verhindern Kontrakturen (Gelenkversteifungen) und geben dem Kind mehr Sicherheit beim Stehen und Gehen.

Im Sanitätshaus Lettermann fertigen wir alle Orthesentypen individuell — maßgenommen, CAD-konstruiert und perfekt an die Bedürfnisse Ihres Kindes angepasst.

Unterschenkelorthesen (AFO — Ankle Foot Orthosis)

Die am häufigsten eingesetzte Orthese bei ICP. Sie stabilisiert Sprunggelenk und Fuß, verhindert den Spitzfuß und verbessert das Gangbild. Wir bieten verschiedene Ausführungen:

  • Starre AFO: Maximale Stabilisierung für Kinder mit starker Spastik
  • Dynamische AFO: Erlaubt kontrollierte Bewegung im Sprunggelenk — fördert ein natürlicheres Gangbild
  • Nachtlagerungsorthesen: Werden nachts getragen, um Kontrakturen zu verhindern und Dehnungspositionen zu halten

Oberschenkelorthesen (KAFO — Knee Ankle Foot Orthosis)

Für Kinder, die zusätzliche Stabilisierung im Kniegelenk benötigen. KAFOs ermöglichen das Stehen und in manchen Fällen auch das Gehen bei Kindern, die ohne Orthese dazu nicht in der Lage wären.

Lagerungsorthesen (LPO — Lagerungs-Positionierungs-Orthese)

Speziell entwickelt, um Gelenke in einer therapeutisch günstigen Position zu halten — besonders nachts oder in Ruhephasen. Sie beugen Kontrakturen und Fehlstellungen vor und unterstützen die Wirkung der Physiotherapie.

Bionische Orthesen

Die neueste Generation: Bionische Orthesen nutzen Sensoren und Mikroprozessoren, um die Unterstützung dynamisch an die Bewegung des Kindes anzupassen. Das Ergebnis: ein natürlicheres Gangbild mit weniger Energieaufwand. Diese innovative Technologie eröffnet für Kinder mit ICP völlig neue Möglichkeiten.

Individuelle Beinorthesen bei Lettermann | WalkOn Orthese

Individuelle Sitzversorgung: Maßgefertigte Sitzschalen

Für viele Kinder mit Cerebralparese ist das Sitzen eine der größten Herausforderungen. Eine instabile Rumpfkontrolle, veränderte Muskelspannung und Asymmetrien machen ein sicheres, bequemes Sitzen ohne Unterstützung unmöglich oder sehr anstrengend.

Unsere maßgefertigten Sitzschalen werden nach einem Körperformabdruck individuell hergestellt. Sie geben dem Kind optimalen Halt, korrigieren die Sitzposition und ermöglichen eine aufrechte, symmetrische Haltung.

Warum ist eine gute Sitzversorgung so wichtig?

  • Bessere Kopf- und Rumpfkontrolle: Das Kind kann seine Umgebung besser wahrnehmen und interagieren
  • Freie Hände: Wenn der Rumpf stabil sitzt, werden die Hände für Spiel, Essen und Kommunikation frei
  • Vermeidung von Deformitäten: Eine gute Sitzposition beugt Wirbelsäulenverkrümmungen und Beckenschiefständen vor
  • Bessere Atmung und Verdauung: Eine aufrechte Position unterstützt die Organfunktion
  • Teilhabe: Mit einer guten Sitzschale kann Ihr Kind am Familientisch sitzen, in die Schule gehen, unterwegs sein

Unser Sitzschalen-Prozess

Die Anfertigung beginnt mit einer sorgfältigen Analyse der Sitzsituation: Welche Unterstützung braucht Ihr Kind? Welche Position ist therapeutisch optimal? Dann wird der Körperformabdruck genommen — einfühlsam und kindgerecht. Auf dieser Basis wird die Sitzschale gefertigt, angepasst und in den Reha-Buggy, Rollstuhl oder Therapiestuhl integriert.

Steh- und Gehhilfen: Aufrecht die Welt entdecken

Stehen und Gehen sind für die körperliche und psychische Entwicklung jedes Kindes von enormer Bedeutung. Auch wenn Ihr Kind aufgrund der Cerebralparese nicht selbstständig stehen oder gehen kann, gibt es therapeutische Hilfsmittel, die diese Erfahrungen ermöglichen.

Stehständer

Stehständer bringen Ihr Kind in eine aufrechte Position — mit individuell einstellbarer Unterstützung an Füßen, Knien, Hüfte und Rumpf. Die Vorteile des therapeutischen Stehens sind vielfältig:

  • Knochenaufbau: Die Belastung im Stehen stärkt die Knochen und beugt Osteoporose vor
  • Kontrakturprävention: Stehen dehnt die Hüft- und Kniebeuger
  • Verdauung und Blasenfunktion: Die aufrechte Position unterstützt innere Organe
  • Soziale Teilhabe: Auf Augenhöhe mit Gleichaltrigen — das stärkt das Selbstbewusstsein

Gehtrainer und therapeutische Laufhilfen

Für Kinder, die mit Unterstützung gehen können, bieten wir verschiedene Gehtrainer und Laufhilfen an. Diese reichen von einfachen Posterior-Walkern bis hin zu komplexen Gehtrainingssystemen — je nach motorischer Fähigkeit und therapeutischem Ziel.

Jedes Hilfsmittel wird individuell an Ihr Kind angepasst und in Absprache mit den behandelnden Therapeuten und Ärzten ausgewählt.

Exopulse Mollii Suit: Innovative Neuromodulation

Der Exopulse Mollii Suit ist eine bahnbrechende Innovation in der Versorgung von Kindern mit Cerebralparese. Dieser Ganzkörperanzug nutzt niedrigfrequente Elektrostimulation, um die erhöhte Muskelspannung (Spastik) zu reduzieren und gleichzeitig schwache Muskeln zu aktivieren.

Wie funktioniert der Mollii Suit?

Der Anzug besteht aus einer Hose und einem Oberteil mit insgesamt 58 integrierten Elektroden. Über eine Steuereinheit werden individuell programmierte Stimulationsmuster abgegeben. Die Behandlung dauert 60 Minuten und kann bequem zu Hause durchgeführt werden — zum Beispiel beim Fernsehen, Spielen oder vor der Physiotherapie.

Vorteile des Exopulse Mollii Suit bei ICP

  • Tonusreduktion: Die Spastik wird für mehrere Stunden nach der Behandlung deutlich reduziert
  • Verbesserte Beweglichkeit: Gelenke lassen sich leichter bewegen, die aktive Bewegung nimmt zu
  • Besseres Gangbild: Kinder gehen flüssiger und sicherer
  • Optimale Therapievorbereitung: Die Physiotherapie wird deutlich effektiver, wenn sie nach einer Mollii-Behandlung stattfindet
  • Nicht-invasiv und schmerzfrei: Keine Spritzen, keine Nebenwirkungen, keine Narkose
  • Anwendung zu Hause: Nach Einweisung kann der Suit eigenständig genutzt werden

Der Exopulse Mollii Suit ist besonders für Kinder mit spastischer Cerebralparese (GMFCS I–IV) geeignet und kann eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative zu Botulinumtoxin-Injektionen sein.

Mehr über den Exopulse Mollii Suit erfahren

Funktionale Elektrostimulation (FES) bei Cerebralparese

Die funktionale Elektrostimulation (FES) ist eine bewährte Methode, um geschwächte Muskeln gezielt zu aktivieren. Bei Kindern mit Cerebralparese wird FES insbesondere eingesetzt, um das Gangbild zu verbessern — etwa bei Fußheberschwäche oder Spitzfuß.

Wie funktioniert FES?

Kleine Elektroden werden an der betroffenen Muskulatur angebracht. Ein tragbares Stimulationsgerät sendet elektrische Impulse, die den Muskel zum richtigen Zeitpunkt aktivieren — synchronisiert mit dem Gangzyklus. Das Ergebnis: Der Fuß wird beim Gehen aktiv gehoben, der Spitzfuß wird verhindert, das Kind stolpert weniger.

Einsatzbereiche der FES bei ICP

  • Fußheberschwäche: Aktivierung der Schienbeinmuskulatur für einen sicheren Fersen-Zehen-Gang
  • Wadenmuskulatur: Kontrolle des Abstoßes beim Gehen
  • Oberschenkelmuskulatur: Unterstützung der Kniestreckung in der Standphase
  • Handöffnung: Bei spastisch geschlossener Hand — gezielte Stimulation der Fingerstrecker

FES kann als eigenständige Versorgung oder in Kombination mit Orthesen eingesetzt werden. Bei Lettermann beraten wir Sie individuell, welche Lösung für Ihr Kind am besten geeignet ist.

Mehr über FES erfahren

Interdisziplinärer Ansatz: Orthopädietechnik & LettsFit Physiotherapie

Kinder mit Cerebralparese brauchen mehr als ein einzelnes Hilfsmittel. Sie brauchen ein Team, das zusammenarbeitet. Bei Lettermann ist dieses Team unter einem Dach.

Unsere Tochtergesellschaft LettsFit bietet spezialisierte Physiotherapie für Kinder mit neurologischen Erkrankungen — direkt abgestimmt mit unseren Orthopädietechnikern. Das bedeutet:

  • Gemeinsame Therapieplanung: Orthopädietechniker und Physiotherapeuten besprechen gemeinsam, welche Versorgung das beste Ergebnis bringt
  • Orthesen-Training: LettsFit-Therapeuten üben mit Ihrem Kind das Gehen, Stehen und Bewegen mit der neuen Orthese
  • Therapie-orientierte Hilfsmittel: Jedes Hilfsmittel wird so konstruiert, dass es die physiotherapeutischen Ziele unterstützt — nicht dagegen arbeitet
  • Regelmäßiger Austausch: Rückmeldungen der Therapeuten fließen direkt in Anpassungen der Hilfsmittel ein

Physiotherapeutische Methoden bei ICP

Bei LettsFit kommen unter anderem folgende Konzepte zum Einsatz:

  • Bobath-Therapie: Neurophysiologische Behandlung zur Verbesserung von Haltung und Bewegung
  • Vojta-Therapie: Reflexlokomotion zur Aktivierung angeborener Bewegungsmuster
  • Gangtraining: Gezieltes Lauftraining, ggf. mit Laufband oder Gehtrainer
  • Motorische Frühförderung: Für die Kleinsten — Unterstützung der motorischen Entwicklung von Anfang an

Der Vorteil für Ihre Familie: Ein Ansprechpartner, der alles koordiniert. Kein Hin und Her zwischen verschiedenen Einrichtungen, keine Informationslücken, keine Doppelwege.

Unser Netzwerk Kinderorthopädie | Neuro Case Management

Ihr Versorgungsweg bei Lettermann

Die Versorgung eines Kindes mit Cerebralparese ist komplex — aber wir machen den Weg für Sie so einfach wie möglich:

1. Erstgespräch und Bestandsaufnahme

Sie kommen mit der ärztlichen Verordnung zu uns. In einem ausführlichen Gespräch erfassen wir die aktuelle Situation Ihres Kindes: Welche Fähigkeiten hat es? Welche Ziele verfolgt die Therapie? Welche Hilfsmittel sind bereits vorhanden?

2. Interdisziplinäre Planung

Gemeinsam mit den behandelnden Ärzten, LettsFit-Therapeuten und ggf. dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) planen wir die optimale Versorgung. Dabei berücksichtigen wir das GMFCS-Level, die Therapieziele und die Alltagssituation Ihrer Familie.

3. Maßnahme und Anpassung

Orthesen, Sitzschalen und andere Hilfsmittel werden individuell gefertigt, sorgfältig angepasst und in den Alltag Ihres Kindes integriert. Wir nehmen uns die Zeit, die nötig ist.

4. Training und Eingewöhnung

LettsFit begleitet die Eingewöhnungsphase therapeutisch. Ihr Kind lernt, mit dem neuen Hilfsmittel umzugehen. Sie als Eltern werden in die Handhabung eingewiesen.

5. Langfristige Begleitung

Kinder mit ICP brauchen eine lebenslange Begleitung. Wir bleiben an Ihrer Seite — mit regelmäßigen Kontrollen, Anpassungen bei Wachstum und proaktiver Beratung zu neuen Versorgungsmöglichkeiten.

6. Krankenkassen-Abwicklung

Wir übernehmen die komplette Kommunikation mit Ihrer Krankenkasse — Kostenvoranschläge, Genehmigungsanträge, Nachbesserungen. Sie konzentrieren sich auf Ihr Kind.

Häufige Fragen zur Versorgung bei Cerebralparese

Werden die Hilfsmittel für mein Kind von der Krankenkasse bezahlt?

Ja, orthopädische Hilfsmittel für Kinder mit Cerebralparese werden von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen in der Regel vollständig übernommen. Sie benötigen eine ärztliche Verordnung. Wir kümmern uns um den Genehmigungsantrag und begleiten Sie bei eventuellen Rückfragen der Kasse. Auch innovative Versorgungen wie der Exopulse Mollii Suit können über die Krankenkasse beantragt werden.

Wie oft müssen Orthesen bei einem wachsenden Kind erneuert werden?

Das hängt vom Wachstum Ihres Kindes ab. In der Regel werden Orthesen alle 12–18 Monate erneuert, bei schnellem Wachstum auch häufiger. Zwischen den Neuanfertigungen nehmen wir Anpassungen vor, um den optimalen Sitz zu gewährleisten. Wir laden Sie proaktiv zu Kontrollterminen ein — so stellen wir sicher, dass die Orthese immer passt.

Kann mein Kind mit Cerebralparese in den Kindergarten oder die Schule gehen?

Ja! Die allermeisten Kinder mit ICP besuchen Kindergarten und Schule — sei es eine Regeleinrichtung mit Inklusion oder eine spezialisierte Einrichtung. Unsere Hilfsmittel sind darauf ausgelegt, die Teilhabe am Alltag zu ermöglichen: vom sicheren Sitzen im Klassenzimmer bis zum Stehen auf dem Schulhof. Wir beraten Sie gerne zur optimalen Ausstattung für Kita und Schule.

Was ist der Unterschied zwischen dem Exopulse Mollii Suit und Botox-Injektionen?

Beide Methoden zielen darauf ab, die Spastik zu reduzieren — aber auf unterschiedliche Weise. Botulinumtoxin (Botox) wird direkt in den Muskel gespritzt und wirkt lokal für 3–6 Monate. Der Exopulse Mollii Suit arbeitet nicht-invasiv über Elektrostimulation und wirkt auf den gesamten Körper. Er kann zu Hause angewendet werden, ist schmerzfrei und hat keine Nebenwirkungen. Viele Familien nutzen den Mollii Suit ergänzend oder als Alternative zu Botox.

Ab welchem Alter können Orthesen angepasst werden?

Orthesen können grundsätzlich ab dem Säuglingsalter angepasst werden, sobald eine medizinische Indikation besteht. Bei Kindern mit Cerebralparese beginnt die Orthesenversorgung oft im Alter von 1–2 Jahren, wenn das Kind beginnt, sich aufzurichten und erste Steh- oder Gehversuche macht. Je früher eine geeignete Orthese eingesetzt wird, desto besser können Fehlstellungen vermieden werden.

Wie finde ich heraus, welche Versorgung für mein Kind die richtige ist?

Das ist genau unsere Aufgabe. Kommen Sie mit der ärztlichen Verordnung zu uns — oder auch einfach nur mit Ihren Fragen. In einem ausführlichen Erstgespräch erfassen wir die Situation Ihres Kindes und empfehlen die passende Versorgung. Dabei arbeiten wir eng mit den behandelnden Ärzten, Therapeuten und dem SPZ zusammen. Rufen Sie uns an: 02162 / 37 39 70.

Ganzheitliche Versorgung für Ihr Kind mit Cerebralparese

Wir nehmen uns Zeit für Ihr Kind und Ihre Fragen. Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch — wir beraten Sie zu allen Versorgungsmöglichkeiten.

02162 / 37 39 70

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